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Gastbeitrag: Und noch ein Sommer...

Gastbeitrag: Und noch ein Sommer... - single, partnersuche, hochzeit, gastbeitrag Er ist da, der nächste Sommer. Der nächste Sommer an dem jedes Wochenende fleißig geheiratet wird. Der nächste Sommer, an dem der Single-Kreis immer kleiner wird. Der nächste Sommer, in dem ich zwar auf vielen Hochzeiten tanze, aber nicht auf meiner eigenen.

Wenn man von einem Traugottesdienst zum nächsten pilgert und bald nicht mehr weiß, was man noch in die ganzen Hochzeitsglückwunschkarten schreiben soll, kann das Gefühl aufkommen, dass einem selbst etwas fehlt. Während wir zusehen, wie immer mehr Freunde von uns den Bund fürs Leben schließen, kommen wir uns zunehmend unvollständig vor.

Glaub mir, ich kenne diese Gefühle. Wenn ich keine vergessen habe, war ich in den letzten zwei Jahren auf neun Hochzeiten. Dazu kommen diverse Polterabende und Junggesellenabschiede. Dabei ist es kaum machbar jeden Gedanken an eine eigene Hochzeit auszusperren und spätestens wenn die Frage kommt: "Warum bist du eigentlich noch Single?", lässt sich der Schutzwall kaum noch aufrecht erhalten. Ja, warum bin ich eigentlich noch Single?

Wenn wir diesen Gedanken erst einmal zulassen, begeben wir uns auf dünnes Eis. Wie schnell stecken wir dann in einem Studel aus Selbstzweifeln und Neid fest! Ändern tut das alles nichts. Schließlich ist es ja nicht so, dass wir bisher nicht versucht hätten, jemanden kennenzulernen.
Ich persönlich habe festgestellt, dass es mir nicht gut tut, meinen Gedanken zu erlauben in dieser Richtung unterwegs zu sein.

Mit dem Wunsch nach einem Partner scheint es ein bisschen so zu sein, wie mit einem Mückenstich. Er ist da und er juckt. Es ist schwer ihn zu ignorieren. Überaus lästig stört er unser Wohlbefinden. Die natürliche Reaktion darauf ist zu kratzen. Wir versuchen das Übel zu mindern, uns nur ein bisschen Erleichterung zu verschaffen. Wenn unser Partnerwunsch zu übermächtig wird, versuchen wir ihn ebenfalls zu lindern. Wir lassen unsere Hochzeitspinnwände auf Pinterest aufblühen. Wir schauen Liebesfilme, malen uns aus, wie unsere Hochzeitsfotos aussehen werden und und und...

Allerdings ist es damit wie mit dem Kratzen. Es wird nicht besser, wenn überhaupt juckt der Stich dadurch nur noch mehr und wenn wir nicht aufpassen haben wir hinterher eine Wunde. Nichts ist besser - im Gegenteil. Wie oft fühlen wir uns nach solchen Träumereien erst Recht leer, weil wir niemanden haben, mit dem wir sie teilen können? Weil uns bewusst ist, dass all das nur Träume bleiben, wenn nicht endlich der richtige Partner kommt, der sie mit uns Realität werden lässt.

Ein Mückenstich heilt dann am besten ab, wenn wir ihn in Ruhe lassen, wenn wir ihn nicht beachten und stattdessen unseren Fokus auf andere Dinge legen. Das passiert nicht einfach so, sondern wir müssen uns dafür entscheiden.

Genauso glaube ich, dass wir uns dafür entscheiden können, unseren Fokus von unserem Partnerwunsch wegzulenken. Statt uns ständig darum zu drehen und uns in Einsamkeit und Selbstmitleid zu suhlen ist es möglich den Blick zu heben und den anzusehen, der sich Partnerschaft überhaupt ausgedacht hat - und der so unbedingt eine Beziehung mit uns will.

Ich bin davon überzeugt, dass Gott diesem Wunsch Linderung verschaffen kann, wenn wir ihn lassen. Wenn wir mit offenen, ehrlichen Herzen zu ihm kommen und ihm unseren Schmerz überreichen. Wenn wir vertrauen, dass er es gut mit uns meint und Freude in unserer Beziehung zu ihm finden.
Lange Zeit hatte ich Angst diesen Wunsch voll und ganz bei Gott abzugeben.

Was, wenn ich dann nur irgendjemanden abbekomme? Was, wenn ich kein Mitspracherecht mehr habe?
Was ist, wenn er mir den Wunsch ganz nimmt und ich dann mein ganzes Leben ehelos bleiben muss?
Um ehrlich zu sein glaube ich nicht, dass wir ein Recht auf einen Partner haben. Mit allem was wir sind gehören wir Gott und nicht uns. Aber ich bin auch davon überzeugt, dass er es gut mit uns meint und dass er uns einen Partner zu Seite stellt, wenn es dafür an der Zeit ist. Und ich glaube auch, dass er bis dahin genug für uns sein kann, wenn wir aufhören zu kratzen und bereit sind, ihn anzusehen.

Wenn du gerade von einer Hochzeit zur nächsten tantzt und dein Herz dabei immer schwerer wird, lass dich ermutigen einmal von dem ganzen Brimborium wegzusehen und auf den zu schauen, der dich mehr liebt, als irgendein Partner es je könnte. Lass dich in seine Arme fallen und vertrau ihm, dass er es gut mit dir meint.

Unser Gastbloggerin ist Maike von Heldenmut4110 die sich Gedanken zum Thema Single-sein für uns gemacht hat. Der Name ihres Blogs bezieht sich übrigens auf Jesaja 41,10

"Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; sei nicht ängstlich, denn ich bin dein Gott; ich stärke dich, ich helfe dir auch, ja, ich erhalte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit!"


Verfasst: 29.06.2018, 14:57 Uhr

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