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30559 Hannover

Ein Plakatschmieder im Interview

Ein Plakatschmieder im Interview - Plakatschmiede,Interview,Florian Hettig,Christsein Florian Hettig „schmiedet“ Plakate für Kirchenschaukästen,
schreibt leidenschaftlich gerne übers Christsein & die Bibel,
ist Single und älter als er aussieht!


Lieber Florian, wer bist du und was arbeitest du, wenn du gerade kein Interview für Christliche-Partnersuche gibst?

Hi, ich bin Florian und betreibe die Shopseite Plakatschmiede.com. Ich entwickle und verkaufe christliche Schaukastenplakate. Darüber hinaus biete ich ein paar Tipps zur attraktiven Schaukastengestaltung, jede Menge Infos rund um den Glauben an Jesus und einen inzwischen auch schon recht umfangreichen Bible-Blog.

Deine Arbeit klingt echt spannend - machst du das hauptberuflich?
Ich bin gelernter Kaufmann im Einzelhandel und arbeite zusätzlich in einem Supermarkt. Ich habe also auf beiden Seiten mit Lebens_mitteln zu tun! Mein Ziel ist es allerdings schon, von den Plakaten leben zu können. Ich denke, der Bedarf - nach Jesus - ist auf jeden Fall vorhanden! Wenn auch nicht immer bewusst...

Was glaubst du, was Menschen anspricht? Worauf achtest du und worauf können wir achten, wenn wir Jesus anderen Menschen näher bringen wollen?
Es liegt in der Natur der Sache, dass nicht jeder Christus annehmen wird. Wir lesen im Evangelium von Menschen, die sogar Jesu Wunder mit eigenen Augen gesehen haben und ihn dennoch den Berg runterschubsen wollten. Trotzdem schreiben Paulus & Sosthenes, dass wir uns mit aller KRAFT für den BIG BOSS einsetzen sollen und dass NICHTS davon überflüssig sein wird! (1.Kor.15,58)

Ich denke wir als Kirche können VIEL dazu beitragen, genau dieses Geheimnis zu ergründen: Was macht den Glauben ATTRAKTIV, was macht ihn UNATTRAKTIV?! - StarWars zum Beispiel ist ein äußerst beliebtes Märchen. Jeder weiß, dass es unwahr ist, aber die Menschen LIEBEN es! Es geht um Vaterschaft + Heldenmut, Bewahrung der Gerechtigkeit, ein scheinbar übermächtiges Böses und eine GUTE Macht, die nur wenigen zugänglich ist. - Als Christen erleben wir GENAU DAS GLEICHE, aber wenn die Leute "Gottesdienst" oder "Bibel" hören, kippen sie vor Langeweile um, bevor der Schall ihre Ohren erreicht hat. | Mit der Plakatserie "Bibel lesen ist spannend" habe ich versucht einen Gegenpol zu setzen, zu der allgemeinen Annahme, dass Gottes Wort sau-langweilig sei.

Wir dürfen nicht aufgesetzt-modern wirken, sondern müssen ECHT-SEIN / authentisch! Wir dürfen nicht der Welt angepasst sein, sondern müssen dem WORT angepasst sein! Wir müssen SELBER GLAUBEN, wer wir in J. C. sind - und wo ein Mensch -oder eine Gesellschaft- OHNE ihn hingeht! Wir müssen den MUT haben, auch andere zu VERLETZEN - um der Wahrheit willen. Salz ist nicht süß.

Was bedeutet Echt-Sein im Glauben für dich persönlich? Wie versuchst du das zu leben?
Keiner ist ohne Sünden, ohne Fehler (1. Joh. 1,8). Glaube ist immer Wachstum. Es besteht wohl immer, so lange wir auf dieser Erde leben, ein Spagat zwischen dem eigenen Umsetzungsvermögen und den Ansprüchen der Bibel. Und genau das werfen uns die an Jesus Ungläubigen oft vor. Manchmal zurecht.

Echtsein bedeutet für MICH, dass ich 'die Sache' ERNST nehme. Mo - So, Tag + Nacht, Urlaub + Arbeit, Freude + Trauer. Mit Humor, mit Freiheit, mit Frechheit und Mut, mit Ehrfurcht + Sohnschaft. Wenn ich sonntags nur in die Kirche geh, damit Frau Müller mich sieht oder ich bei der Predigt wegdöse, kann ich's auch seinlassen. Glaube ist ein Lebensstil. Kein Amulett zum Umhängen. - Es ist mir seit meiner Jugend, bis heute, UNBEGREIFLICH - warum Menschen Religion mitmachen, wenn sie doch etwas Anderes für Wahrheit halten. | Entweder - oder. An oder aus. 0 oder 1.

Gilt das für dich auch für die Partnersuche? Wie versuchst du da Gottes Willen zu suchen?
Puh! Jetzt wird's aber persönlich! ;-) Ähm..., Ja!! Prinzipiell auf jeden Fall! - Ich glaube schon, dass Sex in die Ehe gehört. Dass eine Ehe von Gott aufs GANZE Leben angelegt ist. Und dass diese auch zwischen Mann & Frau bestehen sollte. (Das muss man ja heutzutage dazusagen...) Inwieweit dass dann zwischen zwei gefallenen Persönlichkeiten UMSETZBAR ist, steht leider auf einem anderen Blatt. Ich bin SELBST Scheidungskind und WEISS(!!), dass das einen GANZ GEWALTIGEN Einfluss auf die Identität & Persönlichkeitsentwicklung haben kann! - Es ist zu beweinende Realität, dass auch Christen NICHT von fundamentalen Schwierigkeiten befreit sind! Manchmal frage ich mich: Wie haben eigentlich unsere Großeltern das gemacht?!

Auch ich bewundere Ehepaare, die Jahrzehnte verheiratet sind. Heute gibt es was die Partnersuche betrifft ja ganz viele Möglichkeiten - schließlich würde es diesen Blog hier sonst gar nicht geben! Hast du denn Erfahrungen mit Singlebörsen gemacht und hast einen guten Tipp für alle, die auf der Suche nach so einem Ehepartner sind?
Es gibt 2 einfache Regeln: Der Mann muss seine Frau LIEBEN + die Frau muss dem Mann RESPEKT erweisen (steht in Epheser 5,33)! In der Elberfelder Bibel ist es sogar mit "Ehrfurcht" übersetzt.

Ich merke an meinem eigenen Herzen, wie wahr diese Worte sind! Zumindest für mich gibt es kaum etwas Abtörnenderes, als wenn die Frau ständig am rummosern ist, mich permanent kritisiert, alles besser weiß, alles besser kann + sich in allem über mich erhebt. - Umgekehrt gibt es kaum etwas Anziehenderes, wenn eine Frau EHRLICHEN Respekt + Achtung vor mir hat, (auch sich selbst respektiert + sich nicht alles gefallen lässt), aber dennoch FÜR MICH ist, sich freundlich / liebevoll verhält. - Und ja: Ich glaube wir Männer wollen auch ein Stück weit BEWUNDERT werden, (aber nicht verarscht)!

Solch einen Partner, nach dem du gefragt hast, gibt es nicht! - BEIDE müssen dieser Partner SEIN. Es tun. Umsetzen. | Der Mann ist herausgefordert, AKTIV die Schönheit seiner Frau zu SEHEN + sie FÜR ihre Schönheit (in all ihren Facetten) zu LIEBEN. Schönheit beschränkt sich ja bei weitem nicht nur aufs Äußere. | Die Frau ist herausgefordert, bei allem Witz & Spaß, den man haben darf, eine GRENZE des RESPEKTS zu wahren! Ihn zu unterstützen, zu ergänzen, zu ermutigen + ihm ehrliche ANERKENNUNG zu geben.

Und das fängt m. E. bereits beim Profil an: Stelle ich MEHRERE Bilder ein, auf denen ich sympathisch gut zu erkennen bin? Oder zeigt das Foto mehr MEINEN Lieblingsurlaubsort als mich selbst?? Gebe ich mir bei den Texten ein bisschen Mühe (schreibe ich übahaupt welche) oder verzichte ich trotz abitur gänzlich auf satzzeichen meine ehrfahrung (von anderen Singlebörsen - weit, weit entfernt) ist, dass sie manchmal ein bisschen ein Sammelbecken für Sehnsüchte sind. Wir überschütten den Anderen mit unseren Erwartungen. Das gilt für beide Geschlechter! Manchmal haben wir zu sehr die "ICH!-suche"-Brille auf.

Zu dem Thema möchte ich das Buch "Liebe & Respekt" von Emerson Eggerichs (ungelesener Weise!) empfehlen, sowie die Bücher von John & Stacy Eldredge


Vielen Dank Florian für den spannenden und sehr persönlichen Einblick in dein (Glaubens-)Leben! Es ist super zu sehen, wie du deinen Teil dazu beiträgst, dass Gott in unserer Gesellschaft präsenter wird!


Verfasst: 31.05.2018, 12:08 Uhr

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